Und wieder war es mal soweit, die Isel ruft. Und ihr kennt das die schreit schon so laut das es in den Ohren weh tut und den Rest machen dann 33° C Aussentemperatur und 3m Iselpegel. Wir konnten den Rufen nicht wiederstehen und gingen am 14. Juli wiedermal in die Isel.
Mit diesem Wasserstand der reine Genuß. Schon der Einstieg in der Ainet war eine Wucht alleine vom Temperaturunterschied. Herrlich diese Kühle. Auf gings, ab in die erste Welle, der vor allen bei Kajakfahrern beliebten "Surfwelle Ainet". Hier schüttet es einen mal richtig kräftig durch und wer noch nicht wach war, nun ist er es. Unter der Brücke durch und weiter gehts Richtung Lienz. Das nächste Highlight läßt nich lange auf sich warten. Die "Kurve" ist ein natürliches Hindernis in Form einer Felswand auf der rechten Seite. Hier wird die Isel zur Richtungsänderung gezwungen, ergo das Wasser schießt mit voller Wucht auf die Felsen zu, prallt dort ab und knallt mit einem Affenzahn der Felswand entlang. Beim Anschwimmen kommt schon mal das eine oder andere mulmige Gefühl in der Magengrube auf. Aber keine Zeit für Gefühle, hier geht die Post ab. Achtung immer Füße voran, man kommt verdammt nahe an die Felsen. Danach gibts ein etwas ruhiger Sequenze bis zum ersten großen Fall, dem "Highway to Hell" in Höhe Aineter Fußballplatz. Nach einer Talfahrt von ca 3m gehts mit Highspeed in die Wellen. Gut Luft holen und einfach gehen lassen. Weiter gehts mit einigen Kehrwassern, Wellen und Walzen. Unser Tipp, hier auf der rechten Seite halten. Und nach wenigen Minuten ist schon der nächste Kick in Sicht. Die "Pipe" erkennt man am umgefallenen Baum auf der rechten Uferseite. Hier rechts halten und Vorsicht beim Anschwimmen, geringe Wassertiefe auf den ersten paar Metern. Aber dann gehts los und man begreift warum dieser Fall "Pipe" heisst. Hier zieht es einen in eine Wasserzunge gerade mal 2m breit und jede Menge Wasser. Sofort danach kommt man in einen rechtsdrehenden Strudel mit diversen Unterströmungen und man kann fein an den Fels schwimmen, heraussteigen, zurückengehen und das Ganze nochmals geniessen. Versäumt man aber diesen Strudel dann hat man keine Chance die nächsten 100m hier auszusteigen, die Strömung ist zu stark. Es kommen wieder verschiedene Fels mit Kehrwasser, Wellen und anderen Moves. Vorbei an der Schottergrube kommt gleich der "Blue Ass Fall". Hier schön in der Mitte durch sonst gibts blaue Arschbacken. Nun eine der schönsten Passagen "Rodeo" genannt und dreimal dürft ihr raten warum. Dieser Abschnitt ist ca. 500 m lang und läuft unter dem Motte "zähme Neptuns Bulle". Ein ständiges auf und ab, geilen Speed und wenig Luft. Nach diesen äußerst heftigen Teil sieht man schon die "Glanzer Brücke" aber bis dahin hat man einige Minuten sich zu erholen und die braucht man. Nachdem man die Glanzer Brücke passiert hat kommt gleich danach der "Slippery when wet" eine Stufe die es in sich hat. Hier ist es ratsam sich eher von der Mitte aus etwas rechts zu halten und ganz flach machen und die Pobacken weit nach oben. Bei diesem Wasserstand ist dieser Fall kein Problem, allerdings bei 2,7 m kann man schon male ein Steinchen streifen und links der Mitte sind diese ziemlich heftig und groß. Sobald dieser Fall vorbei ist hat man ca. 800 m die "Freerider Moves" vor sich. Und auch hier gilt, Augen zu und durch aber vorher viel Luft holen, dabei sit es ziemlich egal ob man in der Flußmitte oder eher rechts bleibt. Wieder kommt, vorbei an der Glanzer Tratten ein eher ruhiger Teil der Isel, bis in der Flußmitte die "Insel" auftaucht. Hier unbedingt rechts bei der Insel vorbei aber auf der linken Seite bleiben, denn nach der Insel gehts nach links mit der Strömung ab. Danach kommt von rechts ein Zustrom aus einen Nebenarm. Da der nächste Fall "Right side Left" kommt und man diesen ganz rechts durchschwimmen sollte muss man früh genug anfangen die Richtung zu ändern. Danach aufpassen, die Strömungen treiben einen ans Ufer wenn man zu weit rechts schwimmt. Wieder etwas ruhiges zum erholen, bis rechts eine kleine Bucht auftaucht mit einer Grillstelle. Vorschicht hier kommen in Flußmitte einige große Steine deren Prallpolster man aber nicht sieht, hinter denen sich eine Walze befindet die einen nach unten zieht. Danach gehts auf der rechten Seite weiter bis zum "Pöllander Steig" auch hier gibts einige geilen Moves. Auf der rechten Flußseite gibts einen Rücklauf wo man dann aussteigen kann. Hier ist ein guter Platz zum springen, das Wasser ist hier tief genug. Vor Sprüngen von der Brücke würden wir eher abraten, da man die Wassertiefe schwer einschätzen kann. Weiter gehts Richtung "Pfister" vorbei am Grillplatz unter der Brücke der B100 durch in den "Wasserrain". Auch hier wieder super Wellen und Strömungen bis in Höhe HTL-Lienz die "Dolomitenwelle" kommt. Auch diese in der Mitte nehmen. Dann ab durch Lienz vorbei am Fußgängersteg, der Pegelmessstelle Lienz bis zur "Spitalsbrücke". Dann noch ca. 100 m ruhiges Wasser bis kurz vor der "Hofgartenbrücke" die sogenannten "Hoferfalls" auftauchen. Das ist ein 4er Wasser und man sollte es auf der rechten Seite durchschwimmen. Es geht ungefähr 30 m im vollen Tempo, mit Wellentälern und -bergen, die man von außen so gar nicht wahrnimmt. Hier ist ein Adrenalinkick fällig, sollten noch etwas von vorher übrig sein. Wenn man den "Hoferfall" hinter sich hat, geht es rund 200m weiter bis zum Ausstieg, kurz vor der Einmündung in die Drau. Der Ausstieg ist auf der rechten Seite und man kommt bequem über den Fußweg auf die Bundesstraße zurück.That´s all folks, hoffe es hilfte den Einen oder Anderen weiter Ach ja die Fotos dazu gibts natürlich hier, gemacht von Klemens Rowain mit seiner Canon EOS, unserer Meinung nach ein begnadeter Fotograf mit sehr guten Auge für Details. Thx Klemens Schreibt uns ins Gästebuch wie es euch gefallen hat. BC |